Übersetzer

Ausbildung, Aufgaben und Ziel des Übersetzers

Um zu wissen was ein Übersetzer als Ziel seiner beruflichen Tätigkeit ansieht, muss man erst einmal wissen, was ein Übersetzer überhaupt ist, wobei man diesen Beruf eindeutig vom Beruf des Dolmetschers abgrenzen muss.

Der Übersetzer ist nämlich auf einen ganz speziellen Text fixiert, den er bearbeitet. Die darin enthaltenen Worte bringt der Übersetzer von einer Ausgangssprache in eine Zielsprache, so dass sie von demjenigen, der den Text übersetzt bekommen haben wollte, verstanden bzw. verwendet werden kann. Beim Beruf des Übersetzers handelt es sich nicht um eine geschützte Berufsbezeichnung. Praktisch kann sich jeder, der eine Fremdsprache beherrscht und einen Text von einer Ausgangssprache in eine Zielsprache übersetzt, sich als Übersetzer bezeichnen.

Doch um diese Berufsgruppe zu schützen und „Schwarze Schafe“ nicht zuzulassen, kann der Übersetzter sich über bestimmte Abschlüssen oder Zulassungen Bezeichnungen wie „öffentlich bestellter und beeidigter Übersetzer“ oder „ermächtigter Übersetzer“, aber auch „allgemein beeidigter Übersetzer“ oder „staatlich geprüfter Übersetzer“ erwerben.

In Deutschland werden die Studiengänge „Diplom-Übersetzer“ und „Diplom-Fachübersetzer“ angeboten. Das heißt das Übersetzen kann an deutschen Universitäten und Fachhochschulen studiert werden. Auch Quereinsteiger haben die Möglichkeit einen Abschluss als „staatlich geprüfte/r Übersetzer/in“ bzw. „staatlich anerkannte/r Übersetzer/in“ zu erwerben.

Übersetzer können entweder den Weg in die Selbstständigkeit wagen oder sich auf Stellen in Unternehmen bewerben, denn auch dort werden Fachkräfte gesucht, die zum Beispiel Produktbeschreibungen etc. in eine andere Sprache übersetzen. Vor allem im Zuge der Globalisierung hat die Bedeutung an dieser Arbeit zugenommen. Denn der freie und vor allem auch multimedial abgewickelte Handel ermöglicht Unternehmen heute den Zugang in Länder und zu dort ansässigen Unternehmen, mit denen es früher schwierig war Geschäftskontakte zu treten. Gefragt sind heute nicht mehr nur Übersetzer, die von Deutsch ins Englische übersetzen, sondern auch so Sprachen beherrschen wie Indonesisch, Mandarin (China) und Russisch. Aber daran, dass die Weltsprache Nr. 1 immer noch Englisch ist, daran wird wohl auch in Zukunft nicht gerührt.